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Ganzheitlichkeit

Die Berliner Marke Maatï Maatï fertigt Yogamatten aus dem Naturmaterial Kork und hat dabei Umwelt, Tiere und Menschheit im Blick.

Ursprünglich sollte Yoga ihr beim Stressabbau helfen. Letztlich fand Leonie Lepenos auf der Gummimatte eines Fitnessstudios ihre neue Berufung. Die Berlinerin mit den griechischen Wurzeln wunderte sich darüber, dass sie auf umweltschädlichen, giftigen Materialien turnte, um etwas für ihre Gesundheit zu tun. Während einer beruflich bedingten Pressereise zu Korkbauern in Portugal entdeckte Lepenos das Naturprodukt Kork. Der Startschuss für ihr 2017 gegründetes Label für Yoga-Accessoires: Maatï Maatï.

Was ist die Besonderheit der Korkmatten von Maatï Maatï?

Unsere Matten werden in einer Manufaktur direkt in Portugal gefertigt. Sie bestehen aus Kork, der von Natur aus selbstreinigend und wasserabweisend ist. Pflege ist also nicht nötig – wie bei einem Baumstamm, der auch nur vom Regen gewaschen wird. Besonders rutschfest ist das Material auch. Es gibt sogar schon mit Kork beschichtete Surfboards! Außerdem sind unsere Kork-Yogamatten sehr flexibel und bisher die einzigen, die nicht aus Presskork bestehen. In einem aufwendigen Verfahren werden einzelne Stücke wie beim Patchwork miteinander verbunden. Als Abfallprodukt bleibt geschredderter Kork zurück. Mit diesem stellen wir Yogablöcke her, um im Sinne der Nachhaltigkeit kein Gramm des Produkts zu verschwenden.

Es gibt neben Yogamatten und Blöcken auch Meditationstücher und Yoga-Bags. Alle Produkte haben eins gemeinsam: Man spendet automatisch zehn Prozent des Kaufpreises an eine Hilfsorganisation in Ghana oder Portugal. Was steckt hinter dieser Idee?

Wir versuchen, immer unserem Motto »Spiritual Luxury« gerecht zu werden. Ziel ist es, nicht nur an den eigenen Profit zu denken, sondern Gutes zu tun. Ich möchte zeigen, dass es möglich ist, ethisch korrekt zu handeln, spirituell zu leben und ökonomisch erfolgreich zu sein. Mit unseren Produkten unterstützen wir verschiedene NGOs. Kauft man zum Beispiel eine Bag mit Augenstickereien, spenden wir an ein Hilfsprojekt, das sich in Ghana um Blinde und Sehbehinderte kümmert. Außerdem ist es mir wichtig, dass Shoppen Spaß macht und kein schlechtes Gewissen. Sich selbst eine Freude machen und anderen helfen – bei uns gibt es sozusagen doppelte Glückshormone!

Du hast das Label 2017 gelauncht. Was waren die wichtigsten Meilensteine für dich?

Nach vielen Portugal-Reisen, überwundenen Sprachbarrieren, aber auch Zweifeln und Schwierigkeiten, war es ein unbeschreibliches Gefühl, endlich das fertige Produkt in den Händen zu halten. Ich war einfach nur dankbar und glücklich. Ganz besonders waren auch die ersten Online-Verkäufe. Zum damaligen Zeitpunkt gab es weder Werbung noch Presse, und es war wie ein Wunder, dass völlig fremde Leute meinen Shop gefunden hatten. Wichtig für mich waren auch die ersten Artikel über Maatï Maatï (die erste Erwähnung in der Vogue war eine richtige Überraschung) und natürlich die Verkäufe in Offlineshops. Im KaDeWe vertreten zu sein, hat für mich besonderen Wert. Schon als kleines Kind ging ich mit meiner Oma dorthin, um Kakao zu trinken!

Wie hast du dich seit der Gründung entwickelt und wie lebst du deinen persönlichen (Arbeits-) Alltag?

Das Schöne und gleichzeitig Herausfordernde an der Selbständigkeit ist ja, dass die Übergänge fließend sind: Ich unterscheide kaum mehr zwischen Privatem und Unternehmerischem. Das heißt aber nicht, dass ich nicht abschalten und mir Ruhephasen gönnen kann! Darauf achte ich sehr. Ich meditiere täglich und gehe im Wald spazieren, mit meiner Familie oder meinem Freund und dem Hund – aber ohne Handy. Die Selbständigkeit hat mich achtsamer gemacht. Man muss nämlich auf sich selbst achten, dann läuft auch das Geschäft gut. Ich denke, ich bin an den Herausforderungen gewachsen und nun sehr viel verwurzelter als noch vor einem Jahr.

Welche Ziele möchtest du 2019 erreichen?

Es ist unglaublich viel geplant, und ich kann es kaum erwarten, alles umzusetzen. Es wird erstmals zwei Kollektionen geben, es kommen also neue Designs hinzu. Die bisherigen werden ganzjährig verfügbar sein. Das Thema der ersten Frühjahrskollektion: Universe!

Hast du zuletzt noch einen Tipp, wie man Yoga in den Alltag integrieren kann?

Es gibt eine kleine, einfache Atemübung gegen Stress, die man jederzeit einbauen und auch am Schreibtisch unauffällig durchführen kann. Ein Mantra, das wiederholt wird. Dafür schließt man die Augen und denkt mit jedem Einatmen »Lass« und mit jedem Ausatmen »Los«. »Lass los.« Wenn man dies ein paar Minuten lang macht, merkt man, dass das »Monkey Mind« sich beruhigt. So kann man loslassen – und Platz schaffen für Neues, Wunderbares, das dann manchmal von ganz allein geschieht…