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FASHION

SUSTAINABILITY

Nachhaltige Labels.
Schön und gut

Als Stella McCartney, bis dahin Designerin bei Chloé, 2001 ihr eigenes Modelabel gründete, stand eins fest: Leder würde es bei ihr nicht geben. Schließlich war McCartney auf einem britischen Bio-Bauernhof aufgewachsen und hatte sich stets für Tierrechte engagiert. Die Entscheidung aber war ein Novum: Eine Modemarke, die ihre Kollektionen auf der Pariser Fashion Week zeigt, hatte sich innovativen Materialien und komplizierten Fragen verschrieben.
Fast zwanzig Jahre später ist das Thema aktueller denn je. Immer mehr Labels setzen auf Nachhaltigkeit, ohne sich deswegen als Ökomarke zu definieren. Sie entwerfen moderne Sneakers, Streetwear und High Fashion. Dass diese auf eine Weise produziert werden, die den Planeten und andere Menschen möglichst wenig belastet, ist für sie selbstverständlich.

Faire Mode lässt sich auf alle mögliche Arten definieren. Manche Marken verzichten auf Plastik oder auf tierische Produkte wie Kaschmir und entwickeln alternative Materialien auf Pflanzenbasis. Das französische Label Veja macht Sneakers aus einem Material namens C.W.L., das aussieht wie Leder, aber aus Canvas und Maisabfällen besteht. Leichte Running Shoes fertigt die Marke aus dem Plastik von Trinkflaschen. Upcycling, also das Wiederverwerten und Umfunktionieren von Rohstoffen, hat eine Schlüsselfunktion. Andere Marken setzen auf biologisch angebaute Baumwolle, recyceltes Polyester oder neue Materialien wie Econyl.

Wenn es um zukunftsweisende Mode geht, lohnt sich ein Blick nach Kopenhagen. Die dortige Fashion Week, ein Treffpunkt für Instagram-Stars in farbenfrohen Mänteln, hat sich ausdrücklich der Nachhaltigkeit verschrieben. Beim Copenhagen Fashion Summit kommen globale Player zusammen, um die Weichen für ein nachhaltiges Mode-Business zu stellen. Dafür reist sogar Vanessa Friedman, die Modekritikerin der New York Times, an. Entsprechend flächendeckend ist das Bewusstsein für Umweltverträgliches. Das Label Ganni, das dank Seventies-Silhouetten und Printkleidern eine internationale Gefolgschaft besitzt, gleicht seit Jahren seinen CO2-Fußabdruck aus und stellt stetig auf nachhaltig um. Die neue Beachwear besteht komplett aus recycelten Materialien.

VEJA

Die französische Marke geht das Thema Nachhaltigkeit mehrdimensional an. Die Sneakers von Veja bestehen zum Großteil aus veganen oder recycelten Rohstoffen und werden bei Porto Alegre unter fairen Bedingungen gefertigt. Obendrein sehen sie richtig gut aus.

@Veja

STELLA MCCARTNEY

Als erste große Modedesignerin setzte Stella McCartney auf vegane Materialien. Dank des Einsatzes von Bio-Baumwolle, recyceltem Polyester, Econyl und Raphiabast sind 75 Prozent der aktuellen Kollektion umweltfreundlich.

@stellamccartney

Flattered

Das Leder der minimalistischen Sandalen und Boots wird auf Pflanzenbasis mit natürlichen Tanninen (ohne den Einsatz von Chrom) gegerbt. Das macht sie biologisch abbaubar. Wer ganz auf Leder verzichten möchte, greift einfach zu den veganen Modellen.

@Flattered

Ganni

Das dänische Label ist berühmt für Prints und moderne Schnitte. Es setzt vermehrt auf Materialien wie recyceltes Polyamid und Bio-Baumwolle oder die alternative Viskose Lenzing Ecovero. Außerdem reduziert es Plastik und gleicht seinen Kohlendioxid-Fußabdruck aus.

@ganni